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Maó
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Maó

Ihr natürlicher Hafen, einer der längsten und möglicherweise einer der schönsten der Welt, war in der Geschichte das Eingangstor vieler verschiedener Zivilisationen. Strategisch inmitten des Mittelmeeres gelegen, war er der gesuchteste Schutzhafen des Mittelmeeres gegenüber der heftigen Tramontanawinde, der Meeresstürme und vor allem der gegnerischen Kriegsflotten.

Die Phönizier haben sie vor über 3000 Jahren Maghen genannt, definiert als muschelförmige Bucht, als Schutz gegen die Widrigkeiten des offenen Meeres. Auch die Karthaginienser treten in der Geschichte der Stadt auf, man kann annehmen, dass der Name der Stadt auf den General Magon, ein Bruder von Hannibal, zurückzuführen ist, der um 205 v. Chr. auf der Insel lebte.

Die Stadt wuchs unter der römischen Herrschaft, die ihr den Stadttitel verlieh. Unter der arabischen Herrschaft verlor sie an Bedeutung und Ciutadella wurde zur Hauptstadt.

Die verschiedenen Invasionen und Herrschaftswechsel finden ihren dramatischen Höhepunkt im Jahre 1535, als der gefürchtete Pirat Barbaroja die Stadt überrollt und hunderte von Einwohnern als Sklaven nach Nordafrika verfrachtet.

Trotz Vandalen und verschiedenen Hungersnöten, kann die Stadt sich wirtschaftlich langsam erholen und die Stadtentwicklung wächst kontinuierlich in den folgenden Jahrzehnten, bis sie im 18. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreicht.

In diesen Zeiten machen sich Engländer, Franzosen und Spanier die Kontrolle über die Stadt streitig. Bis zu fünf Mal wechselt sie den Besitzer. Seit der ersten englischen Herrschaft wird die Stadt zur administrativen Hauptstadt der Insel, die Aktivitäten des Hafens wachsen und der Verkehr von Kriegsflotten aus aller Welt ist intensiv. Es entsteht ein bedeutender Bürgerstand. In dieser Epoche werden die herausragendsten Gebäude errichtet und Maó bekommt eine Persönlichkeit, die heute noch in ihren Strassen zu spüren ist.

Dieser konstante Wechsel verschiedener Völker hat Maó eine reiche Kombination verschiedener Kulturen beschert. Es ist eine offene und kosmopolitische Stadt, mit einem gastfreundlichem Charakter und perfektem Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne.

Dieses reiche kulturelle Legat der verschiedenen Zivilisationen sieht man in den Strassen der Stadt. Wenn man gemütlich durch die Altstadt geht, kann man das koloniale Erbe des 18. Jahrhunderts wahrnehmen, wie z. B. das Rathaus im neoklassischem Stil mit einigen barocken Elementen, in der Nachbarschaft das Rot der Fassade des "Principal de Guardia", das ehemalige Gebäude des englischen Wachkorps.

An fast allen religiösen Gebäuden: Sant Francesc, El Carme oder Santa Maria, in dieser Kirche befindet sich eine bedeutende Orgel aus dem 19. Jahrhundert, auf der unvergessliche klassische Musikkonzerte gespielt werden.

Die Liebe der Mahoneser zur Kunst und Kultur wird deutlich am Teatro Principal, eines der ältesten Operntheater Spaniens. Hier haben die berühmtesten internationalen Größen des Belcanto agiert. Seit dem19. Jahrhundert existiert ein bedeutendes Wissenschafts- und Literaturzentrum, das "Ateneo Cientifico y Literario". Lohnenswert ist der Besuch des Museums von Menorca, ein ehemaliges Franziskanerkloster mit barocken Zügen, das dem Besucher die Geschichte Menorcas näher bringt.

Ein Spaziergang durch die schmalen Gassen des Stadtzentrums gibt uns die Möglichkeit modernistische Gebäude zu betrachten- Casa Mir- oder spektakuläre Herrschaftshäuser in der Calle Isabel II. Der Spaziergang führt uns zum Fischmarkt, der auf einer alten Festung des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Hier werden täglich frische Meeresprodukte angeboten. Man kann die gastronomische Route fortsetzen bis zum Claustre del Carme, wo im ehemaligen Klostergang frische landwirtschaftl. Produkte angeboten werden.

Nachdem man dem Zauber der Stadt erlegen ist, lohnt es sich die verschiedenen Aussichtspunkte zu besuchen, wie der an der Plaza Miranda, von dem aus man den Hafen in seiner gesamten Schönheit betrachten kann, bevor man zu ihm runtergeht. Um die Stadt vom Meer her zu bewundern, besteigt man am Besten eines der Boote, die eine Hafenrundfahrt anbieten. Von ihm aus kann man über eine Länge von fast drei Meilen historische Militäranlagen, kleine Inseln mit viel Geschichte, herrschaftliche Kolonialvillen, wie die Golden Farm, die hoch über dem Hafen thront und der Legende nach das Liebesnest von Lord Nelson und Lady Hamilton gewesen sein soll, erleben.

Nach dieser Begegnung mit der Geschichte der Stadt, kann man sich auf einer der Terrassen am Hafen ausruhen oder in den kleinen kunsthandwerklichen Geschäften rumstöbern.

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