
Die eigene Sprache Menorcas ist das Katalanische, in der Balearen-Variante, die heutzutage zusammen mit dem Kastilischen als offizielle Amtssprache gilt. Auf jeder der Balearischen Inseln wird ein anderer Dialekt gesprochen. In Menorca handelt es sich um das Menorquinische.
Die katalanische Sprache verbreitete sich in der menorquinischen Gesellschaft mit der Eroberung Menorcas durch Alfonso III. von Aragonien und durch die nachfolgende Neubesiedlung der Insel mit Leuten, die aus Katalonien stammten.
Neben den Unterschieden was den menorquinischen Dialekt betrifft, weist auch der von den Menorquinern gebrauchte Wortschaft einige Worte und Ausdrücke auf, die sich von den britischen und französischen Herrschaftszeiten der Vergangenheit herleiten. Ein klares Beispiel ist der Gebrauch von einigen Worten, wie "Gin"; ein Ausdruck der gebraucht wird um den Genever (Wacholderbrantwein) zu benennen, der von den Briten im XVIII. Jh. eingeführt wurde. Ebenso werden Vokabeln wie "xoc" gebraucht, was sich vom Englischen "chalk" für Kreide ableitet oder "mèrvels" für Marmeln (vom Englischen "marbles"). Ebenso benutzt man den Ausdruck "bòtil", wenn man von einer Flasche spricht, was ganz klar auf das englische Wort "bottle" zurückgeht.
Mit dem Gesetz der linguistischen Normalisierung (1986) hat sich das Katalanische weiter in der Gesellschaft gefestigt. Mit diesem Gesetz wollte man die katalanische Sprache in der Öffentlichkeit fördern und ihren Gebrauch als Unterrichtssssprache in den Schulen unterstützten.
Auf den meisten Hinweisschildern der Insel wird man das Katalanische bemerken, so kann man "platja"(statt "playa" für Strand), "port"(statt "puerto" für Hafen) oder "camí"(statt "camino" für Weg) lesen.







